Kfz-Flotte

Flottenversicherung

Mobilität ist heutzutage für uns alle zur Selbstverständlichkeit geworden. Nicht nur in den Bereichen Transport und Logistik eines Unternehmens, sondern auch im Bereich der Mobilität von Belegschaft und Personal werden Fuhrparklösungen für Firmen zunehmend bedeutungsvoller.

Insbesondere die heutzutage deutlich günstigeren Leasingverträge führen dazu, dass mehr und mehr Mitarbeiter ein Firmenfahrzeug nutzen wollen, wenn nicht sogar erwarten. Im Rahmen der Mitarbeiterbindung ist dies sicherlich eine gute Alternative mit zusätzlicher Außenwirkung im Vergleich zur klassischen betrieblichen Altersvorsorge. Ein mit dem Firmennamen beklebtes Fahrzeug wird von Anderen im Straßenverkehr wahrgenommen, zusätzliche Leistungen aus einem Arbeitsvertrag bleiben für Außenstehende hingegen immer unsichtbar.

Das Kfz-Geschäft ist für die Kfz-Versicherer immer noch größtenteils ein Individualgeschäft. Es wird sehr genau geschaut, welche Art von Risiken eine Flotte mit sich bringt und wie sich der Schadenverlauf einer Flottenversicherung innerhalb der letzten Jahre entwickelt hat.

Da die Versicherungsaufwendungen insbesondere im Kfz-Bereich relativ hoch sind, ist eine regelmäßige Überprüfung der Flottenversicherung sinnvoll.


Fuhrpark in der Flottenversicherung im Überblick


Was kann man in der Flottenversicherung versichern?

In Abhängigkeit von den Annahmerichtlinien der Versicherer kann man folgende Bausteine versichern:

  • die Kfz-Haftpflichtversicherung des Fahrzeuges
  • die Teilkaskoversicherung des Fahrzeuges
  • die Vollkaskoversicherung des Fahrzeuges
  • den Fahrer des Fahrzeuges gegen Unfallfolgen

Die Haftpflichtversicherung, die Teilkaskoversicherung und die Vollkaskoversicherung unterscheiden sich dabei in der Gestaltung kaum von der Versicherung eines normalen PKWs. Allerdings müssen im gewerblichen Bereich oft Besonderheiten berücksichtigt werden, die gegebenenfalls vorliegen und das zu versichernde Fahrzeug betreffen.

Im gewerblichen Bereich ist es nicht unüblich, dass Sonderaufbauten wie zum Beispiel Hebebühnen, Kräne, Kühlkammern und Ähnliches auf das Fahrzeug aufgebaut sind. Derartige Dinge müssen gesondert und einzelnen kalkuliert werden. Diese Kalkulation übernimmt das Underwriting des Versicherers und stellt im Anschluss ein Angebot an den Versicherungsnehmer. Letztendlich sollen schließlich alle Fahrzeugteile im Rahmen der Kaskoversicherung gegen Beschädigung mitversichert sein.


Welche Deckungserweiterungen gibt es in der Fuhrparkversicherung?


Was ist nicht versichert?

Was nicht versichert ist, hängt in erster Linie davon ab, welche Ausschlüsse in den Versicherungsbedingungen des jeweiligen Versicherers formuliert worden sind. Die Grundlage eines jeden Bedingungswerkes sind die Allgemeinen Bedingungen für die Kraftfahrtversicherung (AKB).

Der Versicherer hat jedoch die Möglichkeit diese allgemeinen Bedingungen zu Gunsten des Versicherungsnehmers aufzuwerten und weitere Leistungen hinzuzufügen. Dies erfolgt in der Regel in Form von Klauseln, die den Bedingungswerk hinzugefügt werden. Bei Abschluss des Vertrages sind die für den Vertrag gültigen Klauseln und/oder Sonderbedingungen dann ebenfalls im Versicherungsschein dokumentiert.

Die klassischen Ausschlüsse aus anderen Versicherungsarten gelten hier ebenfalls. In erster Linie sind dort Sachen zu nennen wie die KriegsereignisseStreikinnere Unruhen, Vorsatz und Ähnliches.


Kalkulation und Gestaltungsformen in der Flottenversicherung

Grundsätzlich unterscheidet ein Versicherer nach der Art der Fahrzeuge, der tatsächlichen Nutzung der Fahrzeuge und auch nach der Anzahl der Fahrzeuge, die versichert werden müssen. Insbesondere die Anzahl der Fahrzeuge bestimmt oft darüber, welche Kostenkalkulation bei der Flottenversicherung angewendet wird. Folgende Modelle sind marktüblich:

  • Kleinflotte (ab mindestens drei bis 5 ziehenden* Fahrzeugen)
  • Flotte (je nach Definition, Faustformel ab 20 ziehenden* Fahrzeugen aufwärts)
  • Stückpreismodell, oder auch Stückkostenmodell (oft ab 20, 50 oder auch 100 ziehenden* Fahrzeugen)
  • Großflotten mit individueller Kalkulation

*Als „ziehendes“ Fahrzeug bezeichnet man ein Fahrzeug, das in der Lage wäre, ein anderes Fahrzeug zu ziehen. Dies ist nichts Anderes, als ein anderer Begriff dafür, dass laut der Definition keine Anhänger gemeint sind.

Nutzfahrzeuge werden meistens individuell und nach Einzelrisiko kalkuliert. Die oben genannten Modelle beziehen sich deshalb in der Regel auf die Nutzung von Personenkraftwagen (PKW).


Vorteile der Flottenversicherung gegenüber einer Einzelversicherung

Die Vorteile einer Flottenversicherung werden in erster Linie dadurch wahrgenommen, dass es deutliche Preisvorteile geben kann. Wenn ein Versicherer nicht jedes Risiko einzeln kalkuliert werden muss, sondern mit deutlich weniger Aufwand ähnliche Risiken unter einem Rahmen zusammenfassen kann, ist das deutlich schlanker in der Verwaltung, den Kosten und der Kalkulation.

Die Prävention von Versicherungsschäden lässt sich ebenfalls besser regeln. Die Versicherer sind heutzutage dazu übergegangen, den Versicherungsnehmern von Fuhrparklösungen Hilfestellung zu geben. Dies bezieht sich zum Beispiel auf Hilfestellung bei der Organisation von Wartungsintervallen, oder Schulungen der Mitarbeiter zu Be- und Entladungvorgängen bis hin zu Fahrertrainings.

Aber auch für die Buchhaltung des Betriebes ist eine Fuhrparklösung eine deutliche Entlastung. Es ist wesentlich angenehmer, einfache Fahrzeuglisten zu führen, anstelle unzähliger Einzelpolicen zu pflegen. Man kann ebenso die Schadenmeldung und Schadenbearbeitung standardisieren und den Versicherungsschutz für neue Fahrzeuge ohne großen Aufwand der Flotte hinzufügen.

In der Regel hat man bei einer Flotte einen festen Ansprechpartner. Deshalb gehen Vorgänge oft deutlich einfacher als bei Einzelrisiken.

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